
gestern traf mich die nachricht wie ein schlag. viel schlimmer, als ich erwartet habe. bobby hatte knochenkrebs und wir wußten, dass er früher oder später gehen muß. aber so schnell?
er hatte eine beule neben seinem rechten auge, die bei einer stärkeren berührung schmerzen verursachte. mit schmerzmitteln alle drei tage ging es ihm aber sehr gut.
einmal hat er sich am kopf gestoßen und fing an, aus der nase zu bluten. was uns auf den ersten blick einen schrecken eingejagt hat, entpuppte sich als eine linderung, denn die blase wurde dadurch kleiner und der druck ließ nach.
als er sich gestern wieder gestoßen hat und anfing zu bluten, war es ähnlich. ich habe gehofft, es wird ihm besser gehen, aber das blut war diesmal anders. dunkel. und es wollte nicht aufhören zu laufen. der tierarzt hat über eine stunde lang versucht, die blutung zu stoppen. vergebens. dann musste die schwere entscheidung getroffen werden. es dauerte nicht mehr, als eine halbe minute und er schlief friedlich und ruhig ein. jetzt liegt er im garten, wo er so gerne herumgelaufen ist.
bobby war der beste und treuste hund der welt und auch wenn ich manchmal faul war, mit ihm gassi zu gehen, so würde ich jetzt alles dafür geben, ihn noch einmal an die leine zu nehmen und in den park zu laufen. wie gerne würde ich ihn jetzt streicheln. was bleibt, sind nur schöne erinnerungen, die aber im moment nur schmerz verursachen.
lebe wohl bobby, schlaf im frieden. irgendwann sehen wir uns wieder und dann gehen wir auf einen langen spaziergang. versprochen!